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NA ENDLICH

27.05.2010

So, nun ist es sozusagen offiziell. Meine sportliche Laufbahn ist beendet und ich werde keine Wettkämpfe mehr bestreiten. Natürlich habe ich mir das ganz gut durch den Kopf „gehen“ lassen und mich damit auseinandergesetzt. Letztendlich bin ich aber zu dem Schluss gekommen, dass mir der „normale“ Alltag mittlerweile mehr Spaß macht.

Vor allem will ich aber endlich wieder einmal nicht nach Trainingsplan leben und auch mal 10 kg zuviel auf den Rippen haben :-)!!!

Wen es interessiert: Zur Zeit sitze ich hin und wieder auf dem Rad, verbringe aber die meiste Zeit mit dem Renovieren von unserem Haus. Das schönste aber ist, dass wir ( Stephanie, Amelie und ich) die Wochenenden wieder gemeinsam verbringen können und ich nicht den halben Winter irgendwo im Ausland verbringe. Am Anfang tat ich mir richtig schwer, beim Schitourengehen oder Radfahren, vom „Gas“ zu gehen und alles locker zu sehen – mittlerweile habe ich mich aber daran gewöhnt und meine zwei Damen danken es mir :-).

 

Zukünftig werde ich wieder in meinem Beruf als Glaskünstler arbeiten und vielleicht die HP umstellen und auch von diesem Lebensabschnitt darin berichten. Ehrlich gesagt wird es vermutlich ja keinen interessieren wenn ich wieder mal ein paar KM mit dem Rad fahre oder so?!

Na ja – wir werden sehen, Hauptsache das Leben macht Spaß.

Also, bis vielleicht irgendwann mal, jetzt werden wir erst mal feiern und feiern und feiern und……………………………………………………………..

 
Sag zum Abschied "leise" Servus


Erst einmal will ich etwas ganz Tolles berichten. Wir bekamen Familienzuwachs – nein, nicht wie jetzt jeder denkt – sie hat ein Fell, heißt Amelie und sagt nicht blablabla sondern wuffwuffwuff.

 

 

Und zweitens habe immer gesagt, dass für mich der Behindertenradsport nach Peking kein Thema mehr ist und nun ist es auch so. Wie auch mich, freut es vor allem unseren Referatsleiter, Herrn Alois N., dass ich mit der heurigen Saison dem Behindertenradsport Servus sage und ihm damit aus den Augen trete. Was mir den Rücktritt sehr erleichterte, war der Umstand, dass A. aus einem homogenen Team ein inhomogenes machte. Ich bin auch nicht immer der leichtest zu ertragenden Mensch, versuche aber im Beruf oder Sport immer professionell zu bleiben und persönliches herauszuhalten. Dies sehe ich bei A. so, dass er dies nicht kann und dadurch oft persönlich wird. Zu meinem Glück bin ich nicht der einzige, dem dies mit ihm passierte, sonst könnte es noch sein, dass ich hier als Querolant abgestempelt würde:-)!!! Er schaffte es auf jeden Fall, dass etliche Fahrer freiwillig den "Rückzug" antraten.

Ansonsten werde ich natürlich meinem geliebten Sport treu bleiben und weiterhin ausüben. Wahrscheinlich nicht mehr in dieser Intensität, aber das werde ich noch sehen. Anfang Dezember werde ich mich dazu hier auf jeden Fall deklarieren - wenn es jemanden interessiert ;-)))

 

Hier seien noch kurz die Arten und Unarten des oben genannten Herren erläutert – meine subjektive Meinung!!!

 

Arten:        Gute Organisation - eigentlich bei ihm auch eine Unart, da er alles wegorganisiert

 

Unarten:    Kein sportlich fundiertes Wissen

                    Fast diktatorischer Umgang mit Leuten

                    Kann mit Kritik nicht umgehen

                    Fühlt sich für nichts zuständig

                    Hat in seiner kurzen Anwesenheit aus 9 Fahrern 2 gemacht 

                    Sportler für die Paralympics werden teils aus Sympathie vorgeschlagen

 

 
Kann es immer noch!

Anscheinend hat mir der Umstieg in die Triathlonszene gar nicht so viel ausgemacht. Ich bin zwar um einiges gewachsen (wie man am Foto sieht) aber ich kann auch beim Radfahren noch ganz gut mithalten. Die letzten 2 Wochenenden fanden die Österreichischen Meisterschaften der Behinderten im Einzelzeitfahren und auf der Straße statt. Beide Titel konnte ich mir sichern. Das war ein Ziel von mir. Jetzt habe ich in jeder Disziplin einen Titel: Straße, Berg, EZF!  Nach diesem Jahr beende ich ja meine "Karriere" im Behindertenradsport und werde mich voll und ganz dem Trithlon widmen. Jetzt stehen noch die Weltmeisterschaften in Italien an. Dort werde ich wie immer mein Bestes geben und lass dann wieder von mir hören.

Also, bis bald und viel Spaß einstweilen.

 
Jetzt bin ich´s!!! Ein Ironman

Und da bin ich wieder - wie versprochen!!! Eigentlich kann ich mich ganz schwer dazu motivieren, einen Bericht über meinen ersten Ironman zu verfassen, aber es sollte ja auch nicht in 2 Wochen geschehen. Nein, es ist nicht schlecht gelaufen, aber ich bin immer noch ganz ganz ganz richtig müde.

Als erstes will ich mich bei meinem Freund Fredi Kaiblinger für die Hilfe bedanken. Er fuhr für mich beim Laufen vor und machte den Weg frei. Vor allem wäre ich ohne ihn wahrscheinlich nicht durchgekommen, weil er mir laufend meinen Rolli reparieren musste. DANKE DANKE DANKE

Zu meinem Ironman Debüt: 

An diesem Wochenende wurde ich von Stephanie begleitet, was mich riesig freute und mir ein bisschen von meiner Nervosität nahm. Wie schon bei den vorangegangenen Rennen wurde ich desto näher der Start kam, viel viel ruhiger. Kurz vor dem Start traf ich dann noch meinen Freund und Mitstreiter Peter Mühl und wir konnten uns beide, denke ich, ein wenig ablenken und den Trubel (da ist richtig ein Trubel) um uns vergessen.

So, nun ab ins Wasser und schon krachte es - Startschuss. Ich begann richtig locker und schwamm einfach so dahin. Es war das erste mal recht leicht für mich, ins Schwimmen zu kommen und es tat nicht so weh wie in St. Pölten oder Linz. Durch diesem Umstand hatte ich das Gefühl, dass ich erst bei 1h20min oder so aus dem Wasser steigen werde. Ich wunderte mich dann, dass ich schon bei 1h09 ausstieg und mit einem für mich relativ guten Wechsel auf dem Rad weitermachen konnte. Schon im Wasser freute ich mich auf das "Radln". Beim Radfahren gibt es dann nicht so viel zu erzählen. Die erste Runde schaffte ich, wie ich mir das vorstellte - 2h45min. Anscheinend pfuschte ich aber ein wenig beim Essen. In der 2. Runde bekam ich das leider ein wenig zu spüren und "ging ein". Ich versuchte dann, mich an den Hügeln zurückzuhalten, um mich nicht komplett auszupowern und im Flachen Druck zu machen, was mir auch gelang. Die Endzeit war aber dann doch nicht erfreulich - 5h50min. 

Also, wechseln und bei ca. 7h10min mit meinem Freund und Betreuer Fredi Kaiblinger auf die Laufstrecke. Ich dachte noch: Wenn ich jetzt gut rolle, dann ist noch eine Zeit unter 10h möglich. Das dachte ich keine 2 min. Bei der ersten Zeitnahme fehlte der Transponder. Ich muss diesen immer kurz abnehmen, weil ich diesen über meiner Orthese trage. Fredi fuhr mit dem Bike zurück und holte diesen aus dem Wechselzelt - ca. 5min. Gut, dann ab und mit Vollgas weiter. Nach ein paar hundert Metern schrie Fredi noch Achtung und ich dachte mir nicht viel dabei und "rauschte" nahenzu ungebremst in eine Gehsteigkante - mein erster Überschlag mit dem Rolli. Wieder ließen wir Zeit liegen, aber das wäre noch okay gewesen, wenn da nicht einige Folgeschäden aufgetaucht wären. Ca. einen Kilometer weiter löste sich der Gummi vom Treibreifen. Diesen klebten wir in der Folge mindestens 5 mal. Zu guter letzt hatte ich ungefähr 10 km vor dem Ziel auch noch vorne einen "Patschen", den ich einfach ignorierte und weiterfuhr - es half ja sowieso nichts - und auf den letzten 5 km fing es auch noch zu regnen an. Wäre eigentlich angenehm, aber ich rutsche dann dauernd auf meinen Treibreifen durch. Mein Ziel, unter 10h konnte ich leider nicht erreichen, aber gelernt habe ich wieder viel und viel zu lachen hatte ich auch, denn bei soviel Pannen konnte ich einfach nur noch lachen. Nach dem "Patschen" hätte mich nichts mehr vom Finishen abgehalten. Irgendwann ist man so nah am Ziel, dass man nicht mehr aufgibt. Ich glaube, in Klagenfurt wäre ich am Sonntag auch in das Ziel gerobbt!!!

Fazit: Es war ein riesiger Spaß und mein primäres Ziel, das Durchkommen, habe ich erreicht. Die Zeit ist für die Umstände auch noch ganz gut 10h16min. Ich hoffe, dass ich im nächsten Jahr - Start vorausgesetzt - meine Zeit mit meinen Erfahrungen und Erkenntnissen richtig runterdrücken kann. Ich weiß, dass es möglich ist. Und vor allem weiß ich, dass ich es schaffen kann ;-)

Last, but not least!!! Danke an TRIANGLE und das Team für die Möglichkeiten in Klagenfurt und St. Pölten bei euch zu starten.

Und auch ein großer Dank an Alex Rak für die Hilfe bei der Panne

Also - bis dann.         

und übrigens: Fotos gibt es leider noch nicht, werden aber umgehend nachgereicht!!!

 
Aufnahmen für Tirol Heute

Martin Papst und sein Team von Tirol Heute luden mich ein, einen Arbeitstag mit ihnen zu verbringen. Kurz und bündig: Wir hatten einen richtig anstrengenden Tag, der viel Spaß machte und mir zeigte, dass auch Schauspieler sein kein "Honigschlecken" ist. Für einen Beitrag von ein paar Minuten hatten wir den ganzen Tag zu tun und ich musste ziemlich oft ins Wasser springen, aber das könnt ihr ja dann in der Woche vor dem IRONMAN in Klagenfurt (05.07.09) in Tirol Heute sehen. Den Tag kann ich euch leider nicht sagen - ich weiß ihn nicht. Schaut einfach jeden Tag :-).

Viel Spaß beim Nachrichten schauen und bis dann.

ORF TIROL HEUTE Team und ich bei den Aufnahmen

 
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