|
Und da bin ich wieder - wie versprochen!!! Eigentlich kann ich mich ganz schwer dazu motivieren, einen Bericht über meinen ersten Ironman zu verfassen, aber es sollte ja auch nicht in 2 Wochen geschehen. Nein, es ist nicht schlecht gelaufen, aber ich bin immer noch ganz ganz ganz richtig müde. Als erstes will ich mich bei meinem Freund Fredi Kaiblinger für die Hilfe bedanken. Er fuhr für mich beim Laufen vor und machte den Weg frei. Vor allem wäre ich ohne ihn wahrscheinlich nicht durchgekommen, weil er mir laufend meinen Rolli reparieren musste. DANKE DANKE DANKE Zu meinem Ironman Debüt: An diesem Wochenende wurde ich von Stephanie begleitet, was mich riesig freute und mir ein bisschen von meiner Nervosität nahm. Wie schon bei den vorangegangenen Rennen wurde ich desto näher der Start kam, viel viel ruhiger. Kurz vor dem Start traf ich dann noch meinen Freund und Mitstreiter Peter Mühl und wir konnten uns beide, denke ich, ein wenig ablenken und den Trubel (da ist richtig ein Trubel) um uns vergessen. So, nun ab ins Wasser und schon krachte es - Startschuss. Ich begann richtig locker und schwamm einfach so dahin. Es war das erste mal recht leicht für mich, ins Schwimmen zu kommen und es tat nicht so weh wie in St. Pölten oder Linz. Durch diesem Umstand hatte ich das Gefühl, dass ich erst bei 1h20min oder so aus dem Wasser steigen werde. Ich wunderte mich dann, dass ich schon bei 1h09 ausstieg und mit einem für mich relativ guten Wechsel auf dem Rad weitermachen konnte. Schon im Wasser freute ich mich auf das "Radln". Beim Radfahren gibt es dann nicht so viel zu erzählen. Die erste Runde schaffte ich, wie ich mir das vorstellte - 2h45min. Anscheinend pfuschte ich aber ein wenig beim Essen. In der 2. Runde bekam ich das leider ein wenig zu spüren und "ging ein". Ich versuchte dann, mich an den Hügeln zurückzuhalten, um mich nicht komplett auszupowern und im Flachen Druck zu machen, was mir auch gelang. Die Endzeit war aber dann doch nicht erfreulich - 5h50min. Also, wechseln und bei ca. 7h10min mit meinem Freund und Betreuer Fredi Kaiblinger auf die Laufstrecke. Ich dachte noch: Wenn ich jetzt gut rolle, dann ist noch eine Zeit unter 10h möglich. Das dachte ich keine 2 min. Bei der ersten Zeitnahme fehlte der Transponder. Ich muss diesen immer kurz abnehmen, weil ich diesen über meiner Orthese trage. Fredi fuhr mit dem Bike zurück und holte diesen aus dem Wechselzelt - ca. 5min. Gut, dann ab und mit Vollgas weiter. Nach ein paar hundert Metern schrie Fredi noch Achtung und ich dachte mir nicht viel dabei und "rauschte" nahenzu ungebremst in eine Gehsteigkante - mein erster Überschlag mit dem Rolli. Wieder ließen wir Zeit liegen, aber das wäre noch okay gewesen, wenn da nicht einige Folgeschäden aufgetaucht wären. Ca. einen Kilometer weiter löste sich der Gummi vom Treibreifen. Diesen klebten wir in der Folge mindestens 5 mal. Zu guter letzt hatte ich ungefähr 10 km vor dem Ziel auch noch vorne einen "Patschen", den ich einfach ignorierte und weiterfuhr - es half ja sowieso nichts - und auf den letzten 5 km fing es auch noch zu regnen an. Wäre eigentlich angenehm, aber ich rutsche dann dauernd auf meinen Treibreifen durch. Mein Ziel, unter 10h konnte ich leider nicht erreichen, aber gelernt habe ich wieder viel und viel zu lachen hatte ich auch, denn bei soviel Pannen konnte ich einfach nur noch lachen. Nach dem "Patschen" hätte mich nichts mehr vom Finishen abgehalten. Irgendwann ist man so nah am Ziel, dass man nicht mehr aufgibt. Ich glaube, in Klagenfurt wäre ich am Sonntag auch in das Ziel gerobbt!!! Fazit: Es war ein riesiger Spaß und mein primäres Ziel, das Durchkommen, habe ich erreicht. Die Zeit ist für die Umstände auch noch ganz gut 10h16min. Ich hoffe, dass ich im nächsten Jahr - Start vorausgesetzt - meine Zeit mit meinen Erfahrungen und Erkenntnissen richtig runterdrücken kann. Ich weiß, dass es möglich ist. Und vor allem weiß ich, dass ich es schaffen kann ;-) Last, but not least!!! Danke an TRIANGLE und das Team für die Möglichkeiten in Klagenfurt und St. Pölten bei euch zu starten. Und auch ein großer Dank an Alex Rak für die Hilfe bei der Panne Also - bis dann. und übrigens: Fotos gibt es leider noch nicht, werden aber umgehend nachgereicht!!! |